Eine knusprige, fast schwarze Kruste, darunter saftige Krume mit dem nussigen Aroma von Vollkornmehl und Saaten – ein gut gemachtes Vollkornbrot übertrifft jeden Supermarkt-Klon und macht satt, ohne schwer im Magen zu liegen. Mit einer Mischung aus Weizen-, Roggen- und Dinkelvollkornmehl plus einer Handvoll Saaten entsteht ein Brot, das vier Tage frisch bleibt und sich perfekt fürs Frühstück und Abendessen eignet. Ohne Sauerteig, nur mit Hefe – die Anfänger-Variante.
Hefe in 100 ml lauwarmem Wasser mit Honig auflösen und 10 Minuten stehen lassen, bis sich Bläschen bilden.
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Alle drei Mehlsorten in einer großen Schüssel mischen. Salz dazugeben und mit dem Finger eine Mulde formen.
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Hefewasser, restliches Wasser und optional Apfelessig in die Mulde geben. 10 Minuten kräftig kneten – mit Knetmaschine oder Händen. Der Teig ist klebrig, das ist normal bei Vollkorn.
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Saaten unterkneten. Teig abdecken und 60–90 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis das Volumen sich verdoppelt hat.
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Teig auf einer leicht bemehlten Fläche kurz durchkneten und zu einem länglichen Laib formen. In eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform (30 cm) geben oder freigeschoben aufs Blech.
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Brot weitere 30 Minuten gehen lassen, optional mit Wasser besprühen und mit Saaten bestreuen. 50 Minuten bei 220 °C Ober-/Unterhitze backen. Mit einer Schale heißem Wasser unten im Ofen für die Kruste.
Vollkornteig braucht etwas mehr Wasser als Weißmehlteig, weil die Schalen mehr Flüssigkeit aufnehmen.
Tipps
Vollkornteig braucht 50 ml mehr Wasser als Weißmehlteig, weil die Schalen mehr Flüssigkeit aufnehmen. Sonst wird das Brot trocken.
Lange genug kneten (10 Minuten), damit das Klebergerüst sich aufbauen kann. Vollkorn hat weniger Kleber als Weißmehl.
Wasserdampf im Ofen ist Pflicht für die knusprige Kruste. Eine Schale mit kochendem Wasser unten reicht – nach 25 Minuten rausnehmen.
Variationen
Roggenvollkornbrot purNur Roggenvollkornmehl, ohne Weizen oder Dinkel. Wird dichter und intensiver im Aroma. Klassisches deutsches Schwarzbrot.
Saatenbrot extraDoppelte Menge Saaten (160 g) plus 50 g Haferflocken. Wird besonders kernig und sättigend, ideal für Sportler.
Vollkornbrot mit SauerteigStatt Hefe 200 g aktiven Sauerteig verwenden. Hefemenge halbieren oder ganz weglassen, Gehzeit auf 4 Stunden verlängern. Schmeckt deutlich intensiver.
Süßes Vollkornbrot100 g Rosinen und 50 g gehackte Walnüsse unter den Teig. Mit etwas mehr Honig (3 EL) wird es zur süßen Frühstücksvariante.
Nährwerte
Nährwerte pro Portion (ca. 80 g (1 Scheibe))
Kalorien
215 kcal
Eiweiß
9 g
Kohlenhydrate
38 g
Fett
3 g
Ballaststoffe
7 g
Werte sind Durchschnittsangaben.
FAQ
Warum ist mein Vollkornbrot trocken?
Meist zu wenig Wasser im Teig oder zu lange im Ofen. Vollkorn braucht 60–70 % Wasser im Verhältnis zum Mehlgewicht. Bei 600 g Mehl also 360–420 ml Wasser. Auch nach dem Backen sollte das Brot 60 Minuten auf einem Gitter abkühlen, damit die Feuchtigkeit gleichmäßig zieht.
Welches Mehl ist das beste für Vollkornbrot?
Eine Mischung aus zwei oder drei Sorten funktioniert am besten. Weizenvollkorn macht das Brot luftig, Roggenvollkorn intensiv, Dinkelvollkorn nussig. Eine Mischung aus 50 % Weizen, 30 % Roggen und 20 % Dinkel ist eine gute Standardrezeptur.
Wie bleibt Vollkornbrot frisch?
In einem Brotkasten oder Leinentuch eingewickelt 3–4 Tage. Plastik vermeiden, das macht die Kruste weich. Eingefroren am Stück oder in Scheiben bis zu 3 Monate. Beim Auftauen kurz in den Toaster oder bei 150 °C 5 Minuten im Ofen aufbacken.
Kann ich glutenfreies Vollkornbrot machen?
Ja, aber das Mehl muss komplett ersetzt werden. Buchweizen-, Hirse- und Reisvollkornmehl plus Flohsamenschalen oder Johannisbrotkernmehl als Bindemittel funktionieren. Das Rezept ist deutlich anders und braucht mehr Übung – ein eigenes Thema.